Resilienz

Resilienz: Kraftvoll durch kleine und große Krisen 

Manchen Menschen wirken so, als hätten sie ein unendlich dickes Fell. Stress prallt einfach an ihnen ab und Angst oder Verzweiflung scheinen sie nicht zu erreichen. Während andere schon längst Hoffnungslos wären, schaffen sie es immer wieder weiter zu machen, ohne Schaden davon zu nehmen. Das was diese Menschen haben, nennt man Resilienz. Es ist die Fähigkeit, auch extremste Situationen zu meistern ohne davon einen Schaden zu nehmen.  

Um es bildlich und verständlicher darzustellen, hier zwei Eimer: 

Im Laufe unserer Lebenszeit füllen sich beide Eimer immer mehr mit Wasser. Außerdem sammeln sich Steine in dem Eimern (Steine = Belastungen und Erlebnisse). Die Belastungen und Erlebnisse nehmen unterschiedlich viel Platz ein und verdrängen damit einen Teil des Wassers. Nicht nur die Größe jedes Eimers ist individuell, sondern auch die Größe, Formen und Farben der Steine. Die Steine ergeben sich aus der individuellen Lebensgeschichte jedes einzelnen Menschen. Die Überlastung entsteht dann, wenn der eigene Eimer über läuft und das geschieht bei Menschen die viele Steine mit sich tragen oder Menschen die seit ihrer Geburt einen kleineren Eimer haben, relativ schnell. Dann können auch kleine Steine, wie Stress im Alltag den Eimer zum überlaufen bringen. Bei resilienten Personen, sind die Steine kleiner und sie können deshalb auch größere Belastungen gut überstehen. 

Nun kommt die Neuroplastizität ins Spiel: Unser Gehirn ist ein Leben lang fähig zu lernen, es verändert sich und passt sich immer wieder neu an. Auch Resilienz lässt sich trainieren. Die neuronalen Ressourcen Netzwerke werden neu verankert, es wir Teil des Körpergedächtnisses. Desto tiefer sie ins Körpergedächtnis übergehen, desto besser sind sie auch in stressigen Situationen abrufbar.